Sprengstoffstrafrecht

Die maßgeblichen Strafnormen des Sprengstoffstrafrechts sind zum einen § 40 des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe (SprengG) sowie zum anderen § 308 des Strafgesetzbuches (StGB). 

 

§ 40 SprengG pönalisiert den unerlaubten Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen und belegt ihn mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. 

Mit einer Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe und damit als Verbrechen wird nach § 308 Abs. 1 StGB das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion bestraft, wenn der Täter hierbei vorsätzlich Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet. Der Täter muß sich also zumindest damit abgefunden haben, daß durch die Explosion ein Mensch verletzt oder eine fremde Sache von bedeutendem Wert erheblich beschädigt werden könnte. Eine Verletzung oder Beschädigung muß hierbei allerdings nicht eintreten, da allein die konkrete Gefährdung für die Strafbarkeit ausreicht.

Verursacht der Täter die vorbezeichnete Gefahr fahrlässig, erkennt er also nicht die Möglichkeit eines Schadenseintritts oder vertraut er darauf, daß keine Gefährdung eintreten werde, ist die Tat gemäß § 308 Abs. 5 StGB strafbar. Es droht eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe. Es handelt sich also gemäß § 12 StGB um ein Vergehen, sodaß im Gegensatz zu § 308 Abs. 1 StGB eine Einstellung des Verfahren mit oder ohne Auflagen (§ 153 bzw. 153a StPO) möglich ist.

Rechtsanwalt Strafrecht Steuerrecht Berlin